Sicherheitswirtschaft

Mit neuen Namen und Stanortvorteil auf Erfolgskurs

v.l.n.r. techn. Geschäftsführer Mirko Jeschonek, kaufm. Geschäftsführer und Inhaber René Helbig, Prokurist Michael Karrei

DIE WSD PERMANENT SECURITY GMBH ENTWICKELT NEUE KONZEPTE: SICHERHEITSDIENSTLEISTER

WSD permanent security GmbH. „Damit wird unser Ansatz deutlicher, dass wir ein moderner Sicherheitsdienstleister sind ohne die mit Teltow assoziierte örtliche Beschränkung“, erläutert René Helbig, Geschäftsführer des Unternehmens. Und er fügt hinzu, dass sich das Unternehmen zwar besonders auf Brandenburg fokussiert, aber auch das angrenzende Berlin nicht aus den Augen verliert und außerdem eine Außenstelle in Lutherstadt Wittenberg in Sachen-Anhalt unterhält. Das „permanent“ im neuen Firmennamen signalisiert, so Helbig, das Versprechen an den Kunden „wir sind immer für dich mit unseren Dienstleistungen da! Du hast den Kopf für andere Sachen frei.“

Teltow als zentralen Standort, an dem das Unternehmen seit 29 Jahren etabliert ist, hat man nicht aufgegeben. Man schätzt die strategische Lage. Die Stadt grenzt an den südwestlichen Stadtrand von Berlin, nach Potsdam sind es nur ein paar Autominuten. Man verstehe sich als Brandenburger Unternehmen, hebt Helbig hervor. Hier unterhalte die WSD permanent security in der Hauptstadt Potsdam wie auch in der Stadt Brandenburg/Havel weitere Betriebsstätten. Aber die regionale Ausrichtung des Unternehmens sei kein unumstößlicher Grundsatz, unterstreicht Helbig und präzisiert: „Wenn einer unserer Kunden beispielsweise in München oder Hamburg eine Filiale eröffnet, würden wir mit ihm mitgehen.“ Denn eines der Leistungsversprechen der WSD gegenüber seinen Kunden laute: „Wir sind immer in deiner Nähe!“ Dennoch bleibe vorrangiges Ziel, „die regionale Marktführerschaft mit Fokus auf Brandenburg auszubauen.“

Zwischen Ballungsgebiet und Flächenstaat

Rund 5.000 Kunden nehmen zurzeit die Dienstleistungen der WSD permanent security in Anspruch. Für sie steht eine Notruf- und Service-Leitstelle (NSL) in der Firmenzentrale in Teltow zur Verfügung. Hier sind Einbruchmeldeanlagen, Feuermeldesysteme und Videoüberwachungen aufgeschaltet. „Unter den Auftraggebern sind viele Privatkunden“, freut sich Helbig, denn das Unternehmen profitiere davon, dass Berlin aus „allen Nähten platzt und viele Hauptstädter in den Speckgürtel ausweichen.“

Zwischen Ballungsgebiet und Flächenstaat liegt eine nicht zu unterschätzende aber auch reizvolle Herausforderung für den Sicherheitsdienstleister. Während in der Stadt die zu betreuenden Objekte oft nah beieinander zu finden sind, können sie im relativ dünn besiedelten Brandenburg schon mal so weit auseinanderliegen, dass Interventionskräfte keine Chance haben, in kurzer Zeit zum Einsatzort zu gelangen. Hier greifen völlig andere Alarmpläne bis zur Abstimmung mit der Polizei. Dazu habe die NSL den höchsten VdS-Standard nach deutscher Norm. Sie sei ein Mittelpunkt des Unternehmens, um die Leistungsversprechen einhalten zu können, unterstreicht René Helbig.

Um die Sicherheit der Objekte mit größtmöglicher Präzision zu gestalten: Eine Abteilung Schließtechnik. „Wir sind zertifizierter Partner großer Schließtechnik-Hersteller wie Winkhaus oder EVVA“, so Helbig. Mit einem eigenen Spezialistenteam berät man Kunden und installiert entsprechende Technik und Anlagen, deren Wartung man dann ebenfalls übernehmen kann. „Wir verbauen zirka 2.000 Schließanlagen pro Jahr“, bilanziert der WSD-Geschäftsführer, installiert „bei Privatkunden bis zu Großkunden.“ Das komplette Management, zu dem Komponenten wie Schließplanung, Schließberechtigungen oder Remote-Service gehören, zählt ebenfalls zum Portfolio der WSD. In die Zukunft blickend, sieht man auf diesem Gebiet noch große Ausbaupotenziale. Sicherheitsdienstleister einen prominenten Platz einräumen? Es ist die Schaffung einer Abteilung Sicherheitstechnik ins Auge gefasst. „Damit wir dem Kunden die komplette Wertekette bieten können“, prognostiziert Helbig und leitet über zu einem neuen Projekt, das unter der Bezeichnung „WSD Home“ auf dem Markt ist und als Sicherheitssegment im „Smart Home“ übernehmen könne.

„WSD Solutions“ für gewerblichen Kunden: Welche Vorteile haben Geschäftskunden von Sicherheitsdienstleister?

Das Spektrum potenzieller Kunden in Helbigs Beritt könnte kaum bunter sein. Namhafte internationale Konzerne haben vor den Toren Berlins Dependancen errichtet, die großen Discounter betreiben hier ihre Auslieferungszentren, dazu kommen die vielen privaten Immobilien vieler Berliner, die in der Stadt nur noch begrenzte Möglichkeiten für einen Hausbau sehen. „Wir wollen in erster Linie für den Mittelstand da sein“, justiert Helbig seinen geschäftspolitischen Blickwinkel: „Der Mittelständler ist sehr an einer Vor-Ort-Betreuung interessiert, die wir bieten können.“ Für diese gewerblichen Kunden wurde die „WSD Solutions“ entwickelt, die Komponenten wie Alarmanlagen, Videoanlagen, Schließtechnik, Notfallmanagement, mobilen Interventionsservice etc. umfassen und entsprechend dem Sicherheitsbedürfnis des Unternehmens in entsprechenden Modulen gebucht werden kann.

Generell ist ein Wandel in der Aufgabenstellung zu konstatieren. Für eine große Lebensmittel-Kette führt die WSD permanent security inzwischen in einem Großlager das gesamte Ein- und Ausfahrtsmanagement durch. Dazu gehört auch die Steuerung der Lieferfahrzeuge auf dem Betriebsgelände. Man ist damit Teil der kundeneigenen Warendisposition des Auftraggebers. Angesichts der Fahrer, die aus aller Herren Länder kommend hier ihre Waren anliefern durchaus eine Herausforderung.

Aufgaben, die ähnlich auch in der Brandenburger Hauptstadt zu meistern sind. Potsdam ist längst Boom-Town was Kultureinrichtungen und Bildungsstätten betrifft. „Einige davon haben wir“, betont Helbig nicht ohne Stolz.

„Höre Deinem Kunden zu!“

Die Mitarbeiter seines Unternehmens, so führt Helbig aus, erledigen heute Aufgaben, die früher im direkten Bereich des Kunden lagen. Der Job ist anspruchsvoller geworden. „Der Qualifizierungsstand ist ein ganz anderer, als vor zwanzig Jahren“, resümiert er. Heute heiße das Thema: „Höre Deinem Kunden zu!“ Dazu organisiere die WSD permanent security sogenannte Kunden-Meetings. Diskussionspunkt bei einem solchem Gedankenaustausch könne zum Beispiel die Besetzung eines Info-Points an einer Hochschule sein. Eine Aufgabe für einen Sicherheitsdienstleister? Ja, sagt Helbig, denn „oft ist dort auch die Gebäudeleittechnik angesiedelt.“ Für die Mitarbeiter an einer solchen zentralen Stelle zweifelsohne eine anspruchsvolle Tätigkeit. Mehrsprachigkeit ist gefragt, Kenntnisse über die Abläufe an einer Bildungseinrichtung werden vorausgesetzt.

Die Anforderungen werden höher und zugleich erwarten die Kunden, dass sie kontinuierlich das bewährte Personal zur Verfügung haben. Die Fluktuationsrate muss geringgehalten werden. „Die liegt bei uns unter zehn Prozent, weit unter dem in der Branche üblichen Niveau, das zu garantieren bedeutet Anstrengung“, René Helbig zeigt sich überzeugt, dass sein Erfolgsrezept auch weiterhin aufgeht.

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Redaktion Prosecurity

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