Öffentliche Sicherheit

Medizynische Sicherheit?

Das Gesundheitswesen zählt zur kritischen Infrastruktur, deshalb sind die Sicherheitsprobleme besonders kritisch

Im Web-Portal „LinkedIn“ war – hier wollen wir wegen der Brisanz genau sein: am 17. September dieses Jahres – ein Jobangebot zu finden. Überschrift: „Schutz- und Sicherheitskraft (m/w) für Krankenhaus gesucht!“ Eingestellt hatte diese Stellenanzeige eine Berliner Jobvermittlung. Im Profil der Anforderungen stand an erster Stelle „die Unterrichtung nach 34a GewO“, die in der Fachwelt als „Sitzschein“ verspottet wird. So weit, so schlecht. Denn im zweiten Punkt der Job-Anzeige wurde es dann „medizynisch“: „Sie haben gute Umgangsformen und wissen, wie man sich gegenüber Kranken verhält.“ Bei der Unterweisung durch die IHK wird die Schutz- und Sicherheitsfachkraft solche Spezialkenntnisse kaum erworben haben. Sei’s drum, gute Manieren haben wir doch alle; also steht der Eignung nichts im Wege. Ist doch unter „Berufserfahrung“ beruhigenderweise „Berufseinsteiger“ vermerkt. Das gibt im Zusammenhang mit den anderen Kriterien keinen Sinn. Interessant aber wird es, wenn man  einen Blick auf das Aufgabenfeld wirft. Es besteht aus drei Punkten, bei denen der an zweiter Stelle für jeden Hobby-Karatekämpfer besonders motivierend sein dürfte: „Sie unterstützen das Krankenhauspersonal bei der Ruhigstellung von schwierigen Patienten.“

Spätestens an dieser Stelle hat die Spaßveranstaltung ein Ende. „Ruhigstellung von schwierigen Patienten“,

Sicherheit braucht Information

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Redaktion Prosecurity

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