Öffentliche Sicherheit

Strassenschlacht – Moderne Wegelagerer machen Milliarden

Versender und Logistiker unter Druck - Private Sicherheitsdienstleister unterstützen länderübergreifend

 „Lukrativer als Bankraub“, titelte „Spiegel-online“ Mitte März einen Beitrag, der sich mit einer Verbrechensentwicklung beschäftigte. Grenzübergreifend haben deshalb inzwischen die Strafverfolgungsbehörden mehrerer EU-Staaten einer Verbrechensform den Kampf angesagt, die viele Namen trägt. Ob Fracht- oder Ladungsdiebstahl, Cargo Crime oder Cargo Theft - gemeint ist immer dasselbe: Angriffe auf die Lieferkette. Obwohl die „Tradition“ dieses Deliktes bis in die frühmittelalterliche Wegelagerei zurückgeht, hat es in unseren Tagen besonders Konjunktur.

Die Anzahl der durch den „Verband für den Schutz von Transportgütern“ (Tapa) erfassten Ladungsdelikte stellte im Jahr 2018 die höchste in seiner 21-jährigen Geschichte dar, gab die Organisation vor Kurzem bekannt. Der Schaden summiere sich inzwischen zu einem jährlichen Verlust von mehr als 153,8 Millionen Euro; entstanden durch den Diebstahl an Produkten aus der Lieferkette in Europa, im Nahen Osten und Afrika. Vor allem die Steigerungsrate liest sich dramatisch. Lagen die Verluste für das Jahr 2016 noch bei 77,6 Millionen Euro, hatte sie sich also in nur zwei Jahren faktisch verdoppelt. Weit dramatischer sind die Zahlen, die die „Arbeitsgemeinschaft Diebstahlprävention in Güterverkehr und Logistik“ bereits vor einem Jahr nannte. Damals wurde der volkswirtschaftliche Schaden für Deutschland im Jahr 2016 mit 2,2 Milliarden Euro

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Redaktion Prosecurity

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