Öffentliche Sicherheit

„The Show must go on“ – Events in Zeiten wachsender Risiken

Es sollten ausgelassene Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag der in jüngster Zeit von Anschlägen heimgesuchten Grand Nation werden. Dann wurde der 14. Juli 2016 zum Alptraum. Als sich auf der Promenade des Anglais am Strand von Nizza die Gäste des Feuerwerks erfreuten, geschah das Unvorstellbare.Ein Franko-Tunesier raste mit einem Lastwagen in die Menschenmenge. Die schreckliche Bilanz: 84 Tote und zahlreiche Verletzte. Unter den Getöteten auch zwei Schülerinnen und eine Lehrerin aus Berlin. Das bittere Ende einer Klassenfahrt. Der Täter, das ergaben die Ermittlungen, ging sehr planmäßig vor. So absurd es klingt, mit Hilfe der Organisatoren der Festveranstaltung. Denn Feierlichkeiten werfen ihre Schatten voraus. Jemand, der etwas im Schilde führt, findet beste Voraussetzungen, möglichst viele Menschen zu treffen (im doppelten Wortsinn).

Wochen oder sogar Monate im Voraus weiß er, wann und wo sich eine größere Menschenmenge zusammenfinden wird. Die Frage, war das nicht zu verhindern, ist ebenso natürlich wie notwendig. Immerhin war Nizza eine derjenigen französischen Städte, in der 2015 die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen worden war. Es wurde offenbar dennoch nicht alles Notwendige veranlasst, was der Gefahrenlage entsprochen hätte. Aber hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. Die Befürchtungen vieler Bürger auch hierzulande, bei einem Event Opfer eines Anschlages zu werden, treffen Großveranstaltungen von den Alpen bis zur Nordsee zu. Dass die Besucherzahlen auf dem Münchner Oktoberfest eine rückläufige Tendenz aufwiesen, ist zu einem nicht geringen Teil diesem Umstand geschuldet. Die Sicherheitsmaßnahmen auf der Wiesn, die ab 2016 eine ganz neue Dimension erhielten, scheinen den Menschen nicht in ausreichendem Maße das Gefühl der Geborgenheit zurück zu vermitteln. Hinzu kommt, dass trotz allem die mit den Sicherungsmaßnahmen verbundenen notwendigen Einschränkungen nur bedingt auf Akzeptanz und Einsicht stoßen.

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Redaktion Prosecurity

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