Öffentliche Sicherheit

Von der Hitzewelle kalt erwischt

Klimawandel stellt KRITIS vor neue Herausforderungen

 „Alle reden vom Wetter. Wir nicht.“ So warb ab Herbst 1966 die damalige Deutsche Bundesbahn. Was die pfiffigen Werbetexter nicht voraussehen konnten, ein halbes Jahrhundert später reden alle vom Wetter, auch die Bahn. „Fahrgäste der Deutschen Bahn müssen wegen der anhaltenden Hitze mit Einschränkungen rechnen“, ließ im August das „Handelsblatt“ seine Leser wissen. Es war eben ein extremer Sommer. Und fast zur gleichen Zeit bereitete das Sturmtief „Nadine“ – sozusagen als Kehrseite derselben Medaille – dem Schienenverkehr große Probleme. Tausende Reisende mussten teilweise die ganze Nacht auf Bahnhöfen ausharren. Die Bahn gehört zu Recht zur kritischen Infrastruktur, der Blick aufs Wetter ist in diesem Falle weit mehr als Thema eines belanglosen Smalltalks.

Der Sommer in diesem Jahr war wie Zucker. Man genoss ihn ohne wirklich zu realisieren, wie er zu einer Überdosis mit bitteren Folgen wurde. Beim Blick auf die Wetterstatistik müssten alle Warnlampen aufleuchten. In Deutschland hat sich die Anzahl der heißen Tage mit einer Höchsttemperatur von mindestens 30 Grad seit 1950 knapp verdreifacht, wie die Analytiker der Munich Re feststellen. Modelle projizieren eine weitere Zunahme der Anzahl dieser Tage, etwa im Mai mehr als eine Verdoppelung, bereits für Mitte dieses Jahrhunderts. Nicht nur der Bahnverkehr

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Redaktion Prosecurity

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