Sicherheitstechnik

TV-Duell vor gefährlichen Hobbydrohnen geschützt

Die Polizei von Las Vegas hat den in Deutschland entwickelten DroneTracker eingesetzt, um das letzte öffentliche Wahlkampf-Duell von Hillary Clinton und Donald Trump vor Gefahren durch Hobbydrohnen zu schützen.

Die Großveranstaltung fand am Mittwoch an der Universität von Nevada in Las Vegas statt. Das Komplettsystem zur Erkennung und Abwehr unbemannter Fluggeräte wurde in das umfangreiche Sicherheitskonzept integriert. Dedrone hat bereits die erste Wahlkampfdebatte von Hillary Clinton und Donald Trump am 26. September an der Hofstra-Universität im Bundesstaat New York gegen Drohnen abgesichert.

Überall erhältliche Hobbydrohnen in den falschen Händen können eine ernste Bedrohung für öffentliche Veranstaltungen darstellen. Vorfälle wie der Angriff des IS mit einer kleinen Sprengstoffdrohne vergangene Woche im Nordirak, bei dem zwei Soldaten getötet wurden, schaffen Bewusstsein für das Thema und zwingen die Sicherheitsbehörden auf der ganzen Welt, ihre Konzepte im Hinblick auf zivile Drohnen zu überdenken. Bei der Präsidentschaftsdebatte in Las Vegas ergänzte die dortige Polizei daher die vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen mit einem System zur Drohnenerkennung und -abwehr.

„In Las Vegas waren zwar schon viele Staatsoberhäupter zu Gast, aber die Präsidentschaftsdebatte in Verbindung mit der großen Menschenmenge bedeutete eine besondere Zusammenstellung von Risiken“, erklärte Tom Roberts, Assistant Sheriff beim Las Vegas Metropolitan Police Department (LMPD). „Den DroneTracker konnten wir nahtlos in unseren Sicherheitsplan integrieren. Diese Technologie zum Schutz des Luftraums, die uns in Echtzeit mit Informationen versorgt hat, war ein wichtiger Baustein für den reibungslosen und sicheren Ablauf der Veranstaltung.“

Zur Überwachung des Luftraums über der Präsidentschaftsdebatte installierte Dedrone ein Netzwerk aus optischen, akustischen und Frequenzsensoren mit einem Radius von mehreren hundert Metern um die Veranstaltungshalle und bis hinter die Campusgrenzen.

Bei jeder detektierten Drohne wurde das Sicherheitszentrum der Polizei in Echtzeit benachrichtigt und wichtige Informationen wie der Drohnentyp, die Position und Flugrichtung der Drohne sowie Videomaterial wurden an andere Sicherheitsbehörden, einschließlich FBI und Geheimdienst, weitergeleitet.

„Der Schutz öffentlicher Veranstaltungen vor kriminellen Drohnen gelangt zunehmend auf die Agenda der Sicherheitsbehörden“, erklärte Dedrone-Geschäftsführer Jörg Lamprecht (Foto). “Millionen von immer preiswerteren Drohnen werden jedes Jahr verkauft, hauptsächlich an Hobbypiloten und Fotografen. Aber die Technologie wird auch von Kriminellen und Terroristen verwendet. Der Schutz des Luftraums ist daher heute genauso wichtig wie die Sicherheitsmaßnahmen am Boden. Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere Technologie ausgewählt wurde, um solch herausragende Ereignisse wie die US-Präsidentschaftsdebatten zu schützen und wir zu einem reibungslosen Ablauf beitragen konnten.”

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.dedrone.com

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Redaktion Prosecurity

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