Interview / Meinungen

Die Risiko-Landkarte hat sich verschoben

Interview mit Christian Vogt, Leiter Unternehmenssicherheit beim Erntemaschinenhersteller Claas und Vorsitzender der ASW in Nordrhein-Westfalen.

SECURITY insight: Herr Vogt, Head of Security und ASW-Vorsitzender in NRW, das sind doch zwei Welten. Zum Beispiel, wenn es um das Thema Terrorismus geht, welches Sie auf dem Sicherheitstag der ASW NRW als Thema gewählt hatten.

Christian Vogt: …da muss ich gleich zu Beginn des Gespräches widersprechen, wenn Sie damit darauf anspielen, dass deutsche Unternehmen von der Bedrohungslage im Terrorismus nicht tangiert sind. Terrorismus ist längst nicht mehr auf ferne Länder beschränkt. Das Unternehmen Claas ist global aufgestellt und hat einen Standort im Bereich von Paris. Wenn wir dann von einer Attacke in Paris erfahren, schauen wir natürlich sofort, ob gerade Mitarbeiter von uns, insbesondere Reisende von anderen Ländern, dort in der Nähe waren und betroffen sein könnten. Wie sich die Gefahrenlage dramatisch verschiebt wurde mir an einer Aussage eines Mitarbeiters bewusst. Er kam von einer Dienstreise aus Pakistan zurück und hatte sich, durch eine entsprechende professionelle Betreuung sehr sicher gefühlt. Er musste dann mitbekommen, wie hierzulande „sogar“ in Bayern  Anschläge passierten.

Welche Möglichkeiten und Aufgaben als Sicherheitsverantwortlicher haben Sie in diesen Fällen?

Das hat grundsätzliche Auswirkungen auf die Managementprozesse vor Ort. Ausgehend von einem professionellen Störungsmanagement müssen auch Vorkehrungen zur Bewältigung von Notfallszenarien bis hin zu lokalen Krisen an größeren Standorten zunehmend in größerer Tiefe getroffen werden. Evakuierungs- und Räumungsübungen

Sicherheit braucht Information

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Redaktion Prosecurity

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