Interview / Meinungen

Impostoren, Proxy-Austsellungen und Morphing

Interview mit Rolf Fauser, Erster Kriminalhauptkommissar LKA Baden-Württemberg

Security insight: Wir leben in den Zeiten von Fake News. Also die Stunde der Fälscher?

Rolf Fauser: Oftmals braucht man die Fälscher schon gar nicht mehr. Alles was des Betrügers Herz begehrt, bekommt man heute über das Internet, über einschlägige Adressen im Darknet.

Ein großer Markt?

Gewaltig. Ich will nur die Zahlen nennen, die das Bundeskriminalamt zu dieser kriminellen Grauzone veröffentlicht hat. Zur Fahndung ausgeschrieben sind gegenwärtig 700.000 deutsche Reisepässe und 1,4 Millionen Führerscheine. Insgesamt rund fünf Millionen deutsche Ausweise aller Art sind mit der Gefahr des Missbrauchs in dunklen Kanälen verschwunden, ob verloren, gestohlen oder gefälscht.

Wie kommen Sie den Falsch-Dokumenten und deren Abnehmern auf die Spur?

Das ist nicht ganz einfach. Die Wege führen, wie wir sie auch vom Falschgeld kennen, über die Niederlande, über Amsterdam. Da sind sehr professionell arbeitende Fachdealer am Werk, die Fälschung EU-weit verschicken. Die Qualität der Ware – wenn man es so nennen will – ist sehr unterschiedlich. Da reicht das Spektrum

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