Unternehmenssicherheit

Auf der Suche nach der Lüge

Körpersprache und Mikro-Mimik – Ein sicherer Blick auf die Unsicherheiten des anderen

In unserer schnelllebigen Welt ist das Kommen und Gehen in den oberen Etagen von Unternehmen zu einer eigenen Herausforderung geworden. Denkanstöße sind angebracht, wenn die Zeitschrift “Der Spiegel” einen Beitrag zu diesem Thema mit “Im Zeitalter der Mundhelden” überschreibt. Beim Vergleich verschiedener Bewerber kommt die Arbeit zu dem Ergebnis: Und wer hat den Job bekommen? “Der Schaumschläger!” Und die Wochenzeitung “Die Zeit” kommentierte dieses Thema: “Zehn Prozent sind Lügner.” Ein Umdenken bei der Personalbeschaffung ist daher dringend erforderlich, es ist nicht einfach.
Manager werden von weit her angeworben, aber die Flut von Bewerbern kann zu einem Minenfeld werden. Schauen wir uns daher zunächst an, was unter dem Begriff Vorsorgeuntersuchung zu verstehen ist und was im Wesentlichen nichts anderes bedeutet, als bei der Bewerbung ausreichend vorsichtig zu sein. Diese Pflege unterliegt jedoch einem ständigen Wandel.
Es gibt nach dem Wirtschaftsrecht zwei Dinge, die es den Führungskräften des Unternehmens immer schwerer machen, in Vorstellungsgesprächen das Gleichgewicht zu halten: Zum einen wird das gesetzliche Korsett immer enger, zum anderen Das Risiko, einem Schaumschläger, Betrüger oder sogar einem hartnäckigen Gauner zum Opfer zu fallen, steigt. Eine angemessene Ausbildung ist eine Grundvoraussetzung, um zu vermeiden, dass Sie sich in solchen Gesprächen zwischen Skylla und Charybdis wiederfinden. Es ist sogar besser, professionelle Unterstützung zu nutzen.
Menschen in ihrer Gesamtheit erfassen
Selbstverständlich werden – davon auszugehen ist – die schriftlich eingereichten Bewerbungsunterlagen zunächst mit ausreichender Sorgfalt geprüft. Für diejenigen, deren Profil zur zu besetzenden Position zu passen scheint, wird die Stunde der Wahrheit kommen – oder sollte es besser sein, die Sekunde der Wahrheit zu sagen?
Für einen Personalvermittler gibt es kein Da Capo für das erste Treffen mit einem Bewerber. Was er hier verliert, bleibt im schlimmsten Fall lange bei ihm. Natürlich können Diskussionen wiederholt und vertieft werden, aber es gibt kein zweites Mal für den wichtigen ersten Eindruck. Daher müssen für diesen Moment alle Sinne geschärft werden. “Man muss Menschen lesen können”, erklärt Sabrina Rizzo ihre Maxime. Der gebürtige Hamburger ist auf die Entschlüsselung von Mikromini und Körpersprache spezialisiert. Es lehnt alle ab, die micromimic als das allumfassende Mittel zur Verurteilung von Lügen und Betrügern ansehen. Es ist wichtig, Menschen in ihrer Gesamtheit wahrzunehmen. Nur so kann ein Eindruck entstehen, der eine sichere Grundlage für weitere Entscheidungen bietet.
Emotionen richtig interpretieren
Die Angst, betrogen zu werden, hat sich bei jedem in einer verantwortungsvollen Position eingeschlichen. Ist mein arrogant und inkompetent, ist er nur unsicher oder ist er so selbstsicher wie er ist? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen uns täglich; im Wirtschaftsleben wird die Belastbarkeit jedoch schnell erheblich.

Bewirbt sich jemand für eine wichtige Position im Unternehmen, werden seine Unterlagen in der Regel eingehend geprüft. Aber nicht jedes Dokument und jedes Detail im Lebenslauf kann auf den Punkt gebracht werden (siehe auch die Top-Diskussion mit Rolf Fauser auf S. 8). Hier kann eine fachliche Diskussion weitere Klarstellungen bringen. Das ist aber leichter gesagt als getan.
Ein verächtliches Zucken im Mundwinkel, große Augen, ein gesenkter Blick und jemand ist schon verurteilt? “Nein!” Sagt Sabrina Rizzo. „Um die Emotionen einer Person interpretieren zu können, ist es viel notwendiger“, sagt der Experte. Obwohl es sehr wichtig ist, solche kleinen Signale zu registrieren, die oft nur für Bruchteile einer Sekunde übertragen werden, ist ihre korrekte Interpretation viel schwieriger. Mimik zu entziffern ist eine Kunst, die man aber lernen kann, wie Sabrina Rizzo hinzufügt. Die Auswertung der flüchtigen Gesichtsausdrücke zeigt jedoch nur im Kontext der Körpersprache nützliche Erkenntnisse.
In einer schrecklichen Sekunde sind alle gleich, wenn es um die Überprüfung der Einstellungen geht
Trotzdem bleiben Mikro-Mimik ein wichtiger Schlüssel, um hinter die künstliche Fassade eines Gesprächspartners schauen zu können. Die allererste Reaktion eines Menschen auf eine Frage oder eine Situation kommt – wie Rizzo erklärt – vom limbischen System des Gehirns. Die von dort ausgehenden Impulse sind Zehntelsekunden schneller als die durch Vernunft und Überlegung kontrollierten Reaktionen. Auch der bestens vorbereitete Gleisner hat seinen (halben) Schreckensmoment, bevor er sein trainiertes und eingeübtes Verhalten auf die Waage werfen kann.

“Zumindest in diesen Sekundenbruchteilen sind alle Menschen gleich”, betont Rizzo. Dies betrifft emotionale Reaktionen wie Freude, Trauer, Angst, Wut, Überraschung, Ekel und Verachtung in allen Insiderkulturen.

Allerdings die Vorstellung, dass man ein Gesi sein könnte

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Redaktion Prosecurity

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