Unternehmenssicherheit

Fälschung, Diebstahl, Korruption und Haverien

Die Pharmaindustrie muss bittere Tropfen schlucken

Die “Pharma Security World 2018 und Expatriate Security” findet am 20. und 21. März dieses Jahres in London statt. Wie in der Ankündigung angekündigt, handelt es sich um eine Anti-Fälschungs- und Markenschutzkonferenz, auf der Experten aus der Pharmaindustrie verschiedene Herausforderungen, neue Strategien, Fallstudien und den Einsatz innovativer Ideen vorstellen. Mit einem Umsatz zwischen 150 und 200 Milliarden Euro wird hervorgehoben, dass nach Schätzungen der Industrie illegal hergestellte pharmazeutische Produkte das lukrativste Segment des globalen Handels mit illegal platzierten Waren sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass 30 Prozent der Medikamente, die in Entwicklungsländer gelangen, gefälscht sind. “Patienten haben keine Chance”, hieß es kürzlich in der Webzeitung “huffpost” und fügte hinzu: “Die Ermittler warnen vor der massiven Verbreitung gefälschter Medikamente.” Und sie weist darauf hin, dass es sich nicht nur um ein Problem der sogenannten “Dritten Welt” handelt: “Gefälschte und minderwertige Drogen richten in Deutschland jedes Jahr einen Schaden von einer Milliarde Euro an – schlimmer noch: Die gefälschten Pillen gefährden das Leben ahnungsloser Patienten . “Für die ARD ist die Dimension auch klar, wie es in einem Bericht Mitte Januar dieses Jahres hieß, denn” mit gefälschten Drogen können Millionen mehr verdient werden als mit illegalem Drogenhandel. “

Kleine Fälschung, tödlich

Schwarze Schafe kommen nicht nur auf fernen Kontinenten vor. Erschreckende Zwischenfälle wurden sogar aus der Schweiz gemeldet, die im Allgemeinen als ein Land mit strengen Vorschriften gilt. “Öffentliche Krankenhäuser haben rostige und verbogene Kanülen gekauft”, berichtete die Zeitung “The Bund” Anfang des Jahres, in der ein Fall aufgegriffen wurde, in dem drei bekannte Kliniken wissentlich minderwertige pharmazeutische Produkte von einem Schweizer Unternehmen aus Pakistan importierten, die ihr Leben nutzten Patienten gefährdet. Kein Ruhm für die Branche, sondern eine Reihe zukünftiger Machenschaften angesichts des erheblichen Wettbewerbsdrucks und der gestiegenen Sparmaßnahmen. Auch aus dem Land der Eidgenossen wird berichtet, dass ein Walliser Unternehmen seit Jahren das Verfallsdatum von Tausenden von Medikamentenfläschchen mit dem Krebsmedikament Thiotepa gefälscht habe.

Bei der Überprüfung der Einstellungen hat sich gezeigt, wie wichtig die Einhaltung ist. und dass er eine ganz besondere Position in der Pharmaindustrie innehat. Ausgerechnet in diesem Bereich sorgte kürzlich ein Schweizer Unternehmen für negative Schlagzeilen. Im Dezember 2016 leiteten die griechischen Behörden ein Ermittlungsverfahren gegen das Schweizer Pharmaunternehmen Novartis wegen Bestechungsverdachts ein. Während der laufenden Untersuchung teilte der griechische Justizminister mit, das Unternehmen habe möglicherweise “Tausende” Ärzte und Beamte bestochen, um besondere Vorteile für den Verkauf seiner Produkte zu erzielen. Griechische Medien spekulieren über einen dreistelligen Millionenbetrag, der angeblich in Rückschlägen geflossen ist.

Einsendeschluss: 9. Februar 2019

Das Antikorruptionsgesetz in Deutschland ist im Juni 2016 in Kraft getreten. Bestechung und Bestechung können seitdem strafrechtlich verfolgt werden. Nach den Paragraphen 299 a und b ist jeder, der einen Vorteil verlangt, als Angehöriger eines Gesundheitsberufs zugesagt oder akzeptiert wird oder der einen solchen Angehörigen eines Gesundheitsberufs gewährt, eine Straftat. Dies beinhaltet die Verschreibung von Medikamenten oder Hilfsmitteln von bestimmten Firmen oder die Bezahlung von Patienten an Kliniken. Dies könnte zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren führen. Die Einhaltung dieses Gesetzes kann für ein Pharmaunternehmen von entscheidender Bedeutung sein und ist daher zwangsläufig Teil der Sicherheitskultur. Die pharmazeutische Industrie gerät wie alle anderen Bereiche der chemischen Industrie schnell in den Fokus des öffentlichen Interesses, wenn etwas “schief geht”.

Für das Screening vor der Einstellung ab dem 9. Februar 2019 müssen Arzneimittelpackungen, die vom Hersteller in Verkehr gebracht werden, Sicherheitsmerkmale aufweisen. Kernelemente des Systems sind zum einen die Verwendung manipulationssicherer Packungen und zum anderen die Kennzeichnung jeder Packung mit einer individuellen Seriennummer. “Der Aufbau eines europäischen Netzwerks gegen Arzneimittelfälschungen ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung, die nur durch eine frühzeitige Verbindung und eine entsprechende Einarbeitungsphase von den Systemnutzern gemeistert werden kann”, sagt Dr. Reinhard Hoferichter, Vorstandssprecher der Frankfurter securPharm e . V., eine Organisation, die das System zur Authentifizierung von Arzneimitteln in Deutschland auf Basis eines Sicherheitsmerkmals entwickelt hat. Anwender des securPharm-Systems sind neben Pharmaunternehmen auch Großhändler, Apotheken und Krankenhäuser. Sie müssen sich mit dem System verbinden, um die Daten für die gesetzlich vorgeschriebene Echtheitsprüfung von Arzneimittelp zu erhalten

Redaktion Prosecurity

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