Unternehmenssicherheit

Logistiker nennen erstmals konkrete Schadenssumme

Die wirkliche Schadensverhütung macht nur langsame Fortschritte und fordert die Ermittlungsbehörden auf

Jährlich werden in Deutschland Waren im Wert von 1,3 Milliarden Euro von rund 26.000 Lkw gestohlen. Dies geht aus der ersten Berechnung mehrerer Wirtschaftsverbände unter Beteiligung des Bundesverbandes für Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) hervor. Leider ist das nicht die ganze Wahrheit. Nach einer qualifizierten Schätzung der Arbeitsgruppe “Diebstahlprävention im Güterverkehr und in der Logistik” beläuft sich der volkswirtschaftliche Schaden der Verbraucher im Jahr 2016 auf 2,2 Milliarden Euro. Die Differenz von 900 Millionen Euro resultiert aus Schäden, die durch konventionelle Vertragsstrafen für Lieferverzögerungen, Reparaturkosten, Umsatzeinbußen und Produktionsausfälle für die tatsächlichen Kunden entstehen. Eine Dimension, die es unumgänglich macht, das Thema Sicherheit in der Logistik für alle Beteiligten ganz oben auf die Agenda zu setzen.

Der Know-HowSchutz- und Koalitionsvertrag enthält zwar einen eigenen Abschnitt zum Thema “Transport und Logistik”, befasst sich jedoch nur äußerst am Rande mit dem Problem der Sicherung des Güterverkehrs gegen Raub und Diebstahl. Lieferungen und Lieferungen im Just-in-Time- oder Just-in-Sequence-Modus werden immer häufiger. Die moderne Lagerhaltung findet auf den europäischen Fernverkehrsstrecken statt.

Das Risiko für den Transport von Gütern und Transportmitteln, durch kriminelle Handlungen verloren zu gehen, ist weiterhin hoch. Sinkende Fallzahlen dürften diesen Trend nicht ändern. Wie das Internetportal welt.de Mitte März unter Berufung auf das Hessische Landeskriminalamt mitteilte, sank die Zahl der gemeldeten Diebstähle von sogenannten Planenhieben in Hessen von 305 im Jahr 2016 auf 140 im Folgejahr. Die Freude wird jedoch begrenzt sein. Der Schaden durch Identitätsdiebstahl, der 2016 auf über 865.000 Euro geschätzt wurde, stieg im Folgejahr um rund 50 Prozent. “Das heißt:” Die Diebe haben sich auf wertvollere Güter konzentriert “, sagt welt.de. Mit den Worten” Der Kampf gegen die Planschlitzer ist noch nicht gewonnen “, zitiert Christoph Schulte vom Hessischen Landeskriminalamt Presseagentur.

Präventive und repressive Maßnahmen

Angesichts der Situation haben die Wirtschaftsverbände kürzlich eine gemeinsame Initiative gestartet. Der Arbeitskreis “Diebstahlschutz im Güterverkehr und in der Logistik” will die Sicherheit der Transportlogistik erhöhen, insbesondere durch höhere Sicherheitsstandards und Investitionen in Ortungstechnik, Diebstahlwarnanlagen, Wegfahrsperren und sichere Parkplätze. Dass im Logistikbereich noch etwas zu tun ist, zeigen bereits die Zahlen, aus denen hervorgeht, dass in Deutschland alle 20 Minuten ein Angriff auf den Logistik- und Transportbereich auf die Servicekontakte erfolgt.

Um gezielt vorbeugende und repressive Maßnahmen ergreifen zu können, fordern die Initiatoren von den Ermittlungsbehörden zunächst eine bessere statistische Erfassung der Straftat “Ladungsdiebstahl”. Damit sollen die Voraussetzungen für eine bundesweit einheitliche Anzeigenerfassung geschaffen werden. Ziel ist es, die langen Finger zu verkleiden oder zumindest erheblich zu erschweren.

Kriminelle Strukturen schwer zu durchschauen

In der oben genannten Studie der Wirtschaftsverbände mit dem Titel “Maßnahmen gegen Ladungsdiebstahl” heißt es: “Diese Form der Straftat wird durch ein geringes Erkennungsrisiko und einen geringen Suchdruck begünstigt. Außerdem wird die Strafe im Vergleich zum potenziellen” Profitieren “von der Straftat, erschreckt die Täter kaum. Weil es oft keine zufälligen oder individuellen Handlungen pro Anlass gibt. Täter oder Tätergruppen sind in ihrer Umsetzung hoch organisiert und professionell. In vielen Fällen handelt es sich um Strukturen, die in einer Organisation organisiert sind Angefangen von der Informationsbeschaffung über Insider bis hin zur Absatzplanung für den Diebstahl von Aufträgen, in diesem Zusammenhang die zunehmende Internationalisierung krimineller Strukturen und die zunehmende Bedeutung des Internets – sowohl für die Planung als auch für die Durchführung krimineller Aktivitäten – sind hervorzuheben. “

Die kriminellen Strukturen der logistischen Plünderer sind schwer zu verstehen und können nur durch erfolgreiche Ermittlungen nachgewiesen werden. Ein solcher Fall fand Mitte März seine rechtliche Fortsetzung beim Landgericht Bielefeld. Im Spätsommer letzten Jahres erfuhr die Polizei von einer Gruppe von Dieben, vermutlich aus vier Personen, die angeblich auf Rastplätzen geparkte Lastwagen ausgeraubt haben. Zwei der Gangmitglieder mussten nun vor Gericht stehen, zwei andere konnten fliehen. Den Angeklagten werden 14 Diebstähle vorgeworfen, die voraussichtlich am 8. September 2016 in Rheda-Wiedenbrück begannen.

Täter sehr flexibel

Das Vorgehen ist in einem Zeitungsbericht der Wirtschaftsspionage beschrieben!

Avatar

Redaktion Prosecurity

Die ProSecurity Publishing GmbH & Co. KG ist einer der führenden deutschen Sicherheitsfachverlage. Wir punkten mit fachlicher Kompetenz, redaktioneller Qualität und einem weit gespannten Netzwerk von Experten und Branchenkennern

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben