Unternehmenssicherheit

Müssen die Schwestern Safety und Security unter eine Haube?

Komplexe Sicherheitsanforderungen stellen die alte Aufgabenteilung auf die Probe

“Sicherheit steht für Unfallverhütung, Sicherheit für Kriminalprävention”, lautet die einfache und naheliegende Formel von TÜV Nord für die beiden Aspekte der Sicherheit. Der Feuerlöscher muss an der richtigen Stelle hängen, das ist Sicherheit; Das Werkstor muss nachts verschlossen sein, das ist Sicherheit. In diesem Fall erscheint es jedoch besser, in der Vergangenheitsform zu sprechen, da die organisatorische Trennung der beiden – nur in englischer Sprache unterscheidbaren – Sicherheitsbegriffe in der Praxis erhalten geblieben ist. Heute ist vor allem zu klären, ob beide Aufgaben administrativ zusammengefasst werden sollen oder gar sein müssen.

Unter Berücksichtigung des TÜV Nord und der Veranstaltungssicherheit wird ein Beispiel für eine Fluchttür verwendet. Aus sicherheitstechnischer Sicht „muss man immer raus aus dem Gebäude, im besten Fall ist die Tür immer offen. Im Idealfall sollte es keine Sicherheitstür geben – Stichwort Eigentumsschutz – damit niemand hineinkommen kann. “Und so kommt der Autor zu dem Schluss, dass„ die Ziele und Werte von Sicherheit und Schutz teilweise im Widerspruch zueinander stehen. Dies ist jedoch gleichzeitig Grund genug, die konventionelle Gegenüberstellung von Sicherheit und Schutz in Frage zu stellen.

Natürlich ist die Definition von Sicherheit weiterhin gerechtfertigt für Resilienz, ebenso wie das Safety Car in kritischen Situationen weiterhin auf die Formel-I-Piste geschickt wird. Das Alleinstellungsmerkmal der Sicherheit in immer komplexeren Geschäftsprozessen steht zur Diskussion.

Es gibt Bereiche, in denen Schutz und Sicherheit naturgemäß weiterhin unabhängige Tätigkeitsbereiche bilden, soweit das Screening vor der Einstellung betroffen ist. Nehmen wir die Luftfahrt. Aber es gibt auch dramatische Beispiele – über die bekannten Angriffe hinaus -, die die Sicherheit als einen obligatorischen Teil der Sicherheit rechtfertigen.

Am 8. September 1989 stürzte ein Flugzeug der norwegischen Fluggesellschaft Partnair auf dem Flug von Oslo nach Hamburg mit 50 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern 18 km nördlich von Hirtshals vor der dänischen Küste ab. Alle 55 Personen an Bord wurden getötet. Die Fluguntersuchungen ergaben, dass der Unfall des Charterflugzeugs Convair CV-340/580 durch den (ungewollten oder bewussten) Einbau mehrerer gefälschter Ersatzteile ausgelöst wurde.

“Schäden im Sicherheitsbereich treten mit guten Absichten auf”

Dies, bis heute der schlimmste Flugzeugunfall eines norwegischen Flugzeugs, relativiert die Perspektive eines Flughafeninsiders, der sein Credo in zwei Sätzen zusammenfasste. „Schaden entsteht im Sicherheitsbereich mit guten Vorsätzen“, betonte der Vorsitzende des Betriebsrats der Munich Airport GmbH vor einiger Zeit und fügte als Kontrapunkt hinzu: „Im Sicherheitsbereich ist böswillige Absicht eine Voraussetzung dafür, dass Schaden entsteht!“ Sie bis heute wissen, ob der Einbau der gefälschten Teile in das Partnair-Flugzeug unwissentlich oder mit “böswilliger Absicht” erfolgt ist. Es stellt sich also die Frage, ob solche Unterscheidungen im Arbeitsalltag wirklich hilfreich sind. Nur ein Bruchteil der Gegenstände, die Flugsicherheitsassistenten jedes Jahr aus dem Gepäck der Passagiere holen, verbirgt eine böswillige Absicht. Trotzdem wird den Controllern des Risikomanagements an den Sicherheitstoren die Sicherheit ohne Wenn und Aber übertragen.

TÜV Nord hat eine sehr technische Definition: „Im Bereich der klassischen Sicherheit werden Funktionen in potenziell gefährlichen Maschinen zum Schutz von Mensch und Umwelt implementiert. In Bezug auf die Sicherheit schützen Sie andererseits nicht mehr Menschen vor den Maschinen, sondern im Gegenteil: Sie verhindern, dass die Maschine gelähmt wird oder relevante Sicherheitsfunktionen abschalten kann.

Jeder, der jemals ein Verkehrsflugzeug bestiegen hat, kennt die vorgeschriebenen “Sicherheitshinweise”, bevor das Flugzeug abhebt. Unabhängig von den Umständen, durch die ein Schaden verursacht wird, gelten Verhaltensregeln für den Schadenfall. Es wird daher deutlich, dass es schwierig ist, die beiden Begriffe sauber voneinander zu trennen – und damit die verantwortliche Verantwortung des Unternehmensschutzes zu trennen. Inwieweit dies sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

Bleiben wir beim Beispiel des Flughafens. Ein Brand bricht beispielsweise am 11. April 1996 am Flughafen Düsseldorf aus. 17 Menschen kamen ums Leben. Bei einem Unfall hatte sich das Feuer während der Schweißarbeiten entzündet. Also kein Thema für die Sicherheit?

„Sicherheit fordert unsere Gesellschaft in allen Bereichen heraus. Die Sicherheit darf dabei ihre Rolle nicht überschätzen. “

Der VDE-Verband für Elektro-, Elektronik- und Informationstechnik in Frankfurt a.M. hat Expertenmeinungen über das Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Gefahrenabwehr eingeholt. „Sicherheit fordert unsere Gesellschaft in allen Bereichen heraus. Sicherheit darf dabei ihre Rolle nicht überschätzen “, sagt as

Redaktion Prosecurity

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