Direkt zum Inhalt

Sicherheit als strategische Aufgabe

24.09.2026

Auf der Security Essen 2026 zeigt Reolink, wie intelligente Videosicherheit Unternehmen unterstützen kann. Michael Rief, Country Director Deutschland über Unternehmenssicherheit und strategisches Risikomanagement.

 

prosecurity: Herr Rief, warum wird Videosicherheit für Unternehmen zunehmend zu einer strategischen Aufgabe?

Michael Rief: Unternehmen müssen heute viele Risiken gleichzeitig im Blick behalten – von unbefugtem Zutritt und Vandalismus bis hin zu Betriebsunterbrechungen und Sicherheitsvorfällen. Videotechnik kann dabei mehr leisten, als Ereignisse im Nachhinein zu dokumentieren. Wenn kritische Situationen zuverlässig erkannt und schnell bewertet werden, können Unternehmen früher reagieren und ihre Abläufe besser schützen.
 

prosecurity: Welche Anforderungen ergeben sich daraus für die Sicherheitsstrategie von KMUs?

Michael Rief: Eine Sicherheitslösung sollte zur Risikolage und zu den Prozessen des jeweiligen Unternehmens passen. Wichtig sind eine zuverlässige Abdeckung kritischer Bereiche, eine einfache Verwaltung und die Möglichkeit, das System später zu erweitern. Gerade kleine und mittlere Unternehmen benötigen professionelle Funktionen, ohne die Komplexität vieler Enterprise-Systeme. Deshalb setzen wir auf flexibel skalierbare Lösungen, die sich einfach installieren und intuitiv bedienen lassen.
 

prosecurity: Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz im strategischen Risikomanagement?

Michael Rief: KI hilft, relevante Ereignisse schneller zu erkennen und Fehlalarme zu reduzieren. Unsere KI-Engine ReoNeura unterstützt unter anderem die Personen- und Objekterkennung, den Perimeterschutz, die intelligente Ereigniserkennung und die KI-Videosuche. Die Analyse erfolgt lokal auf der Kamera beziehungsweise im System. Das ermöglicht eine schnelle Auswertung und hilft Sicherheitsverantwortlichen, sich auf wirklich relevante Situationen zu konzentrieren, auch dank flexibler Benachrichtigungseinstellungen.
 

prosecurity: Welche zusätzlichen Erkenntnisse können Unternehmen aus der Videotechnik gewinnen?

Michael Rief: Lokale KI-Funktionen wie Heatmaps, Kundenstromanalysen und Personenzählung liefern Informationen über betriebliche Abläufe. Beispielsweise im Retailbereich kann anhand dessen festgestellt werden, wo und wann spezielle Promotions eingeplant werden sollten. Auch definierte Bereiche lassen sich überwachen – etwa um leere Regale zu erkennen oder frühzeitig auf Kundenansammlungen zu reagieren. Damit wird die Kamera vom reinen Sicherheitsinstrument zu einer Informationsquelle für Corporate Security und operative Entscheidungen.
 

prosecurity: Was sollten IT-Verantwortliche und Sicherheitsplaner bei der Auswahl von Sicherheitslösungen beachten?

Michael Rief: Am Anfang sollte eine genaue Analyse der eigenen Anforderungen, Risiken und Einsatzorte stehen. Welche Bereiche sind besonders schützenswert? Welche Ereignisse müssen erkannt werden? Und wie soll im Ernstfall reagiert werden? Ebenso wichtig sind eine gute Integrationsfähigkeit, passende Schnittstellen und eine nutzerfreundliche Verwaltungssoftware. Für Unternehmen empfiehlt es sich außerdem, frühzeitig zu prüfen, welche lokalen KI-Funktionen einen konkreten betrieblichen Mehrwert bieten – beispielsweise Personenzählung, Bereichsüberwachung oder die gezielte Suche nach Ereignissen. So entsteht ein System, das Sicherheit und operative Anforderungen sinnvoll verbindet.
 

 

prosecurity: Wenn die passende Lösung ausgewählt ist: Welche Bedeutung haben externe Distributoren, Installateure und Systemintegratoren für Reolink – insbesondere mit Blick auf Geschäftskunden?

Michael Rief: Unsere Partner sind wichtige Ansprechpartner, wenn es darum geht, Sicherheitslösungen passgenau in die Infrastruktur eines Unternehmens zu integrieren. Sie kennen die Anforderungen vor Ort, unterstützen bei Planung und Installation und können Kunden bei der Auswahl der geeigneten Komponenten beraten. Deshalb wollen wir ein Portfolio anbieten, das unterschiedliche Szenarien abdeckt – von einfach zu installierenden Lösungen für kleinere Standorte bis hin zu professionellen Kameras, NVRs und Verwaltungssoftware für komplexere Umgebungen. Dazu gehören auch flexible Optionen bei Anbindung, Speicherung und Auswertung. Der Plug-and-Play-Ansatz erleichtert unseren Partnern die Umsetzung und ermöglicht es Geschäftskunden, eine leistungsfähige Sicherheitslösung zu erhalten, die mit ihren Anforderungen mitwachsen kann.
 

prosecurity: Was ist aus Ihrer Sicht das wichtigste Ziel moderner Business Security?

Michael Rief: Sicherheit sollte Risiken reduzieren, ohne den täglichen Betrieb unnötig zu belasten. Dafür braucht es leistungsfähige, aber verständliche Systeme. Intelligente Videotechnik, wie unsere neue OMVI Serie, kann Unternehmen helfen, schneller zu reagieren, Sicherheitsprozesse transparenter zu machen und zugleich wertvolle Erkenntnisse für die Optimierung des Betriebs zu gewinnen.

 

Reolink präsentiert seine Lösungen auf der Security Essen 2026 in Halle 5, Stand 5D06.
 

Karrieren / Personalien zum Thema

Interviews zum Thema

Security as a Service

Kooi setzt in der mobilen Videoüberwachung auf „Security as a Service“: umfassender Service, schnelle Skalierbarkeit, hohe Verfügbarkeit und persönliche Betreuung statt reiner Technik und damit ein Qualitätsvorteil im wachsenden Markt.

Die Videokamera als Kundenversteher

Eneo hat mit der IN-Serie eine neue Produktfamilie eingeführt, die mit einer breiten Palette an AI-basierten Videoanalysefunktionen ausgestattet ist und den Anwendern nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch zusätzliche Mehrwerte versprechen.

Aktuell zum Thema

16.05.2026

Maßgeschneiderte Appliances für das BLAZE Hybrid KI Videomanagementsystem

Nach der Einführung von BLAZE VMS, kündigte Hanwha Vision eine neue Reihe von BLAZE-Geräten an, speziell entwickelte Systeme, die die Bereitstellung und den Betrieb der hybriden Videomanagement-Plattform vereinfachen sollen. Optimiert für BLAZE VMS, bieten die Geräte Organisationen eine vereinfachte Möglichkeit, skalierbare Videoüberwachungssysteme bereitzustellen, während sie die Installationskomplexität und das laufende Systemmanagement reduzieren.